07.07.26
The Push Reggae Band - Hotel Victoria
The Push Reggae Band stammt aus Australien und verbindet klassischen Roots-Reggae mit Dub-, Rock- und Soul-Einflüssen.
Mit Hotel Victoria präsentiert die Gruppe eine Neuinterpretation früherer Songs in einem frischen Klanggewand. Das Album lebt von eingängigen Melodien, rhythmischen Offbeats und abwechslungsreichen Arrangements. Mal sorgen Bläser und Dub-Effekte für karibisches Flair, mal stehen gefühlvolle Gesangspassagen im Vordergrund. Hotel Victoria ist ein gelungenes Reggae-Album, das traditionelle Elemente mit einem zeitgemäßen Sound verbindet. Fans melodischer Reggae-Musik kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Hörer:innen, die Wert auf ehrliche, handgemachte Songs mit positiver Ausstrahlung legen.
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In unserer Saturday Morning Blues'n'Rock Show
samstags 11.00 - 15.00 Uhr auf Indy-Radio
stellen wir die Alben der letzten Woche zwischen 12.00 und 13.00 Uhr mit je 2 Songs vor
hier kannst du jederzeit Playlisten mit den Alben des Tages der vergangenen Monate anhören
06.07.26
Jabbawaukee - Late Night, Early Morning
Die US-Band Jabbawaukee aus Providence bewegt sich seit Jahren zwischen Psychedelic Rock, Jam Rock, Funk und Progressive Rock. Ihr Markenzeichen sind lange, organisch aufgebaute Stücke, in denen improvisierte Passagen ebenso ihren Platz haben wie eingängige Melodien und kraftvolle Gitarrenarbeit.
Mit Late Night, Early Morning legt die Band ein Album vor, das ihre musikalische Bandbreite eindrucksvoll widerspiegelt. Mal treiben groovige Rhythmen die Songs nach vorn, mal entstehen weitläufige Klanglandschaften mit viel Raum für Instrumentalparts. Trotz der lockeren Jam-Atmosphäre wirken die Kompositionen durchdacht und abwechslungsreich.
Late Night, Early Morning richtet sich an Hörer:innen, die klassischen Psychedelic- und Jam-Rock mögen, dabei aber auch moderne Einflüsse schätzen. Das Album überzeugt mit Spielfreude, musikalischer Klasse und einer entspannten, zugleich energiegeladenen Atmosphäre und gehört zu den stärksten Veröffentlichungen des Genres in diesem Jahr.
05.07.26
Deep Purple - Splat!
Mit Splat! beweisen Deep Purple eindrucksvoll, dass kreative Energie keine Frage des Alters ist. Das 24. Studioalbum knüpft an die starke Form der vergangenen Jahre an und verbindet den klassischen Hardrock-Sound der Band mit einer frischen, modernen Produktion von Bob Ezrin. Das Ergebnis ist ein Album, das druckvoll, abwechslungsreich und überraschend lebendig klingt.
Splat! ist kein nostalgisches Alterswerk, sondern ein selbstbewusstes Rockalbum voller Spielfreude, markanter Riffs und starker Melodien. Die Band klingt hungrig, eingespielt und inspiriert – und zeigt einmal mehr, warum sie auch mehr als fünf Jahrzehnte nach ihren größten Klassikern zur Spitze des Hardrocks gehört. Für Fans ist das Album ohnehin Pflicht, doch auch jüngere Rockhörer:innen finden hier einen überzeugenden Beweis dafür, dass zeitloser Hardrock nichts von seiner Faszination verloren hat.
04.07.26
Nightfall Empire - Till The End
Nightfall Empire ist eine 2023 gegründete Symphonic-Power-Metal-Band mit Mitgliedern aus Deutschland und der Schweiz. Ihr Stil verbindet kraftvollen Power Metal mit orchestralen Elementen, modernen Metal-Einflüssen und dem Zusammenspiel einer weiblichen und einer männlichen Gesangsstimme. Dadurch entsteht ein abwechslungsreicher Sound zwischen eingängigen Melodien, harter Gitarrenarbeit und epischer Atmosphäre.
Mit ihrem Debütalbum „Till The End“ legt die Band einen überzeugenden Einstand vor. Die Songs verbinden druckvolle Riffs, hymnische Refrains und symphonische Arrangements zu einem modernen Power-Metal-Sound. Neben schnellen, energiegeladenen Stücken gibt es auch ruhigere und atmosphärische Momente, die dem Album zusätzliche Tiefe verleihen.
Till The End hinterlässt den Eindruck eines erstaunlich reifen Debüts. Die Produktion ist kraftvoll, die Kompositionen abwechslungsreich und die beiden Gesangsstimmen ergänzen sich hervorragend. Fans von melodischem und symphonischem Metal erhalten ein Album, das eingängig, dynamisch und gleichzeitig episch klingt und das Potenzial der Band deutlich erkennen lässt.
03.07.26
Datura4 - High On The Low Brow
Datura4 stammen aus Fremantle in Westaustralien und stehen seit Jahren für eine kraftvolle Mischung aus Bluesrock, Boogie und psychedelischem Hardrock.
Mit ihrem neuen Album High on the Low Brow bleibt die Band ihrem Stil treu, wirkt dabei aber frischer und vielseitiger als zuletzt. Druckvolle Gitarrenriffs, treibende Grooves und markante Orgelklänge sorgen für einen klassischen 70er-Jahre-Rocksound, der dennoch lebendig und zeitgemäß klingt. Neben energiegeladenen Boogie-Nummern finden sich auch melodischere Stücke, die dem Album zusätzliche Abwechslung verleihen.
Fazit: High on the Low Brow ist ein überzeugendes Rockalbum, das klassischen Blues- und Hardrock mit psychedelischen Einflüssen verbindet. Datura4 beweisen erneut, dass sie zu den stärksten Vertretern des modernen Retro-Rocks aus Australien gehören.
02.07.26
Chris O'Leary - Blues Collar
Chris O'Leary bleibt auf „Blue Collar“ seiner Linie treu und präsentiert kraftvollen Blues, der traditionelle Wurzeln mit Soul, Rhythm & Blues und einer Prise Southern Rock verbindet. Die Songs wirken ehrlich und direkt und greifen Themen aus dem Alltag auf – von harter Arbeit über persönliche Herausforderungen bis hin zu den kleinen Momenten, die das Leben ausmachen.
Seine markante Stimme und das ausdrucksstarke Mundharmonikaspiel stehen im Mittelpunkt, während eine eingespielte Band für einen druckvollen, abwechslungsreichen Sound sorgt. Dabei wechseln sich treibende Bluesrock-Nummern mit gefühlvolleren Stücken ab, ohne dass das Album seinen roten Faden verliert.
„Blue Collar“ ist ein authentisches Bluesalbum voller Spielfreude und handgemachter Musik. Chris O'Leary zeigt einmal mehr, dass moderner Blues sowohl traditionell verwurzelt als auch zeitgemäß klingen kann.
01.07.26
The Damn Dogs - Blues For The Lost Souls
The Damn Dogs sind eine Bluesrock-Band aus Mailand, deren Mitglieder bereits seit vielen Jahren in der italienischen Musikszene aktiv sind. Ihr Stil verbindet klassischen Blues mit Rock, Soul und Americana. Dabei setzt die Band auf druckvolle Gitarren, eine eingespielte Rhythmussektion und eingängige Songs, die sowohl traditionelle als auch moderne Einflüsse erkennen lassen.
Mit ihrem zweiten Album „Blues for the Lost Souls“ zeigt die Band eine hörbare Weiterentwicklung. Die 16 Titel bieten eine abwechslungsreiche Mischung aus kraftvollen Bluesrock-Stücken, gefühlvollen Balladen und groovigen Rocknummern. Besonders die ausgewogene Kombination aus markanten Gitarrenriffs, starken Melodien und einer warmen Produktion sorgt dafür, dass das Album von Anfang bis Ende überzeugt.
„Blues for the Lost Souls“ ist ein gelungenes Bluesrock-Album, das klassische Wurzeln respektiert und gleichzeitig frisch und zeitgemäß klingt. Fans melodischer Gitarrenmusik mit viel Gefühl und Energie kommen hier voll auf ihre Kosten.
Unsere Vision
Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.
30.06.26
Blues Against The Machine - Vol. II
Blues Against the Machine ist ein internationales Bluesprojekt um den portugiesischen Gitarristen und Sänger Budda Guedes. Musiker aus Spanien, Norwege, Polen und Italien bringen ihre unterschiedlichen Einflüsse ein und schaffen daraus einen kraftvollen Mix aus traditionellem Blues, Bluesrock, Boogie und Rock ’n’ Roll.
Mit ihrem aktuellen Album „VOL. II“ präsentiert sich die Band eingespielt und voller Energie. Druckvolle Gitarren, ausdrucksstarker Gesang und eine markante Mundharmonika prägen den Sound. Die abwechslungsreichen Songs reichen von treibenden Rockern bis zu gefühlvollen Bluesnummern und überzeugen mit Spielfreude und musikalischer Klasse. Das Album zeigt, wie zeitgemäß klassischer Blues klingen kann, ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
29.06.26
Samantha Martin & Delta Sugar - A Beautiful Buzz
Samantha Martin & Delta Sugar kommen aus Toronto und verbinden Soul, Blues, Gospel und Roots Rock zu einem kraftvollen, authentischen Sound. Im Mittelpunkt steht die ausdrucksstarke Stimme von Samantha Martin, unterstützt von einer hervorragend eingespielten Band mit markanten Bläsern und mehrstimmigem Gesang.
Mit A Beautiful Buzz legt die Band ein mitreißendes Livealbum vor, das ihre Stärken eindrucksvoll zeigt. Die Songs überzeugen durch viel Energie, Gefühl und musikalische Dynamik, ohne dabei ihre Natürlichkeit zu verlieren. Die Mischung aus Soul, Blues und Gospel wirkt lebendig und sorgt vom ersten bis zum letzten Stück für Konzertatmosphäre. Ein starkes Album, das die Qualität dieser außergewöhnlichen Band eindrucksvoll unter Beweis stellt.
28.06.26
Blind Dog Mayer Group - Live Studio Session - From The Shadow Of The Castle
Die Blind Dog Mayer Group ist eine deutsche Bluesrock-Band, die traditionellen Blues mit druckvollem Rock und einer gehörigen Portion Boogie verbindet. Im Mittelpunkt steht Sänger und Mundharmonikaspieler Blind Dog Mayer, dessen markante Stimme und ausdrucksstarkes Harpspiel den Sound der Band prägen.
Mit ihrem aktuellen Album „Live Studio Session – From The Shadow Of The Castle“ setzt die Gruppe ganz auf eine unmittelbare, unverfälschte Atmosphäre. Die Aufnahmen klingen bewusst wie ein Live-Auftritt und vermitteln viel Energie sowie das Zusammenspiel der Musiker, ohne sich hinter aufwendiger Studiotechnik zu verstecken.
Die eigenen Songs verbinden eingängige Gitarrenriffs, treibende Rhythmen und gefühlvolle Bluespassagen zu einem abwechslungsreichen Gesamtbild. Das Album wirkt ehrlich, kraftvoll und authentisch und zeigt eine Band, die ihre Wurzeln im klassischen Blues hat, diese aber mit einer modernen Bluesrock-Note interpretiert. Für Fans von handgemachter, erdiger Musik ist dieses Debüt ein gelungener Einstieg und macht neugierig auf die weitere Entwicklung der Band.
27.06.26
Steinar Ytrehus - The November Sessions
Steinar Ytrehus ist ein norwegischer Musiker, Gitarrist und Songwriter, der sich stilistisch zwischen Blues, Americana und Folk bewegt. Seine Musik ist geprägt von warmen Gitarrenklängen, einer ruhigen Erzählweise und einer entspannten, oft nachdenklichen Stimmung. Statt auf große Effekte setzt er auf handgemachte Arrangements und eine persönliche Atmosphäre.
Mit The November Sessions legt Ytrehus eine kurze, aber stimmige EP vor, die den Charakter grauer Herbsttage musikalisch einfängt. Die vier Songs entwickeln sich ohne Eile und überzeugen mit feinen Melodien, geschmackvollen Gitarren und einer angenehm zurückhaltenden Produktion. Jeder Titel trägt seinen Teil zu einem geschlossenen Gesamtbild bei, das Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.
Wer gefühlvolle Gitarrenmusik mit einer herbstlich-melancholischen Note schätzt, findet hier ein kleines, aber gelungenes Werk, das gerade durch seine Schlichtheit überzeugt.
26.06.26
Nyx Dominion - Cathedral Of Ash
Die Band setzt sich aus vier Musikerinnen zusammen, die in Nordrhein-Westfalen und Belgien beheimatet sind. Lena (voc) Serafine (guit), Nyx (bass) und Mara (drums).
Mit ihrem heute veröffentlichten Album Cathedral of Ash gelingt Nyx Dominion ein vielversprechender Einstand. Das Album verbindet die Wucht modernen Metals mit der Melancholie des Gothic Rock und schafft dabei eine dichte, filmische Atmosphäre. Besonders die abwechslungsreichen Arrangements und der Wechsel zwischen eingängigen Melodien und kraftvollen Ausbrüchen sorgen dafür, dass die zehn Stücke trotz ihres einheitlich dunklen Grundtons spannend bleiben. Wer Bands aus dem Grenzbereich zwischen Gothic und modernem Metal schätzt, findet hier ein Debüt, das bereits erstaunlich ausgereift wirkt und neugierig auf die nächsten Kapitel dieser Band macht.
25.06.26
Shaytan - II Incarnate
Shaytan stammen aus derm Saarland und bewegen sich musikalisch zwischen klassischem Doom Metal, Stoner Rock und traditionellem Heavy Metal. Mit ihrem zweiten Album II – Incarnate knüpft die Band an die Ausrichtung des Debüts an, wirkt dabei aber deutlich gereifter und geschlossener.
Das Album lebt von schweren, langsamen Gitarrenriffs, einer düsteren Grundstimmung und melodischen Gesangslinien. Ergänzt wird der Sound durch Orgelklänge und gelegentliche orientalische Farbtupfer, die dem Album eine eigene Note verleihen. Besonders Fans von klassischem Doom werden die Mischung aus Schwere, Melodie und epischer Stimmung zu schätzen wissen. Shaytan gelingt mit diesem zweiten Album ein hörbarer Schritt nach vorn, der ihre Position in der deutschen Doom-Szene weiter festigen dürfte.
24.06.26
Jeff Hoagland Blues Band - 9111 East Jefferson Ave
Die Jeff Hoagland Blues Band kommt aus Detroit und steht für einen geradlinigen, traditionsbewussten Blues, der Elemente aus Chicago Blues, Blues Rock und klassischem Rhythm & Blues verbindet. Die Band hat sich in der regionalen Blues-Szene einen guten Namen gemacht.
Mit ihrem neuen Album „9111 East Jefferson Ave“ präsentiert die Gruppe eine Sammlung von Songs, die tief in den Wurzeln des amerikanischen Blues verankert sind. Die Musik wirkt authentisch und bodenständig, gleichzeitig aber frisch genug, um nicht wie eine bloße Kopie früherer Vorbilder zu klingen. Kräftige Gitarren, ein treibender Rhythmus und gefühlvolle Gesangspassagen prägen das Klangbild.
9111 East Jefferson Ave ist ein gelungenes Bluesalbum, das Tradition und Spielfreude in den Mittelpunkt stellt. Die Jeff Hoagland Blues Band liefert ehrlichen, handgemachten Blues mit viel Herz, starken Gitarren und einer überzeugenden Bandchemie. Besonders Freunde klassischer amerikanischer Bluesmusik dürften hier auf ihre Kosten kommen.
23.06.26
Paul McCartney - The Boys Of Dungeon Lane
Mit The Boys of Dungeon Lane präsentiert Paul McCartney ein persönliches und sehr stimmungsvolles Album. Die Songs greifen Erinnerungen an seine Jugend in Liverpool auf und verbinden diese mit den eingängigen Melodien, für die er seit Jahrzehnten bekannt ist.
Musikalisch bewegt sich das Album zwischen Pop, Rock und Folk. Die Arrangements wirken bewusst zurückhaltend und geben den Geschichten in den Liedern viel Raum. McCartneys Stimme zeigt zwar die Spuren der Zeit, verleiht den Songs aber zusätzliche Wärme und Glaubwürdigkeit.
The Boys of Dungeon Lane lebt weniger von großen Überraschungen als von starken Melodien, ehrlichen Texten und einer angenehmen Atmosphäre. Ein gelungenes Spätwerk, das zeigt, dass McCartney noch immer ein außergewöhnlicher Songschreiber ist.
22.06.26
Urban Voodoo Machine - Other People's Children
Mit Other People's Children beweisen The Urban Voodoo Machine, dass ein Coveralbum weit mehr sein kann als eine Sammlung bekannter Songs. Die Londoner Undergroundband um Paul-Ronney Angel nimmt sich Klassiker und Überraschungen aus unterschiedlichen Genres vor und verwandelt sie in Stücke, die unverkennbar ihren eigenen Stempel tragen.
Statt die Originale von AC/DC oder ABBA möglichst originalgetreu nachzuspielen, werden die Songs durch den charakteristischen Mix aus Rock’n’Roll, Blues, Folk, Gypsy-Punk und New-Orleans-Flair neu interpretiert. Dadurch entsteht ein Album, das trotz der bekannten Vorlagen frisch und eigenständig wirkt.
Other People's Children ist ein unterhaltsames, lebendiges Album voller Spielfreude und musikalischer Überraschungen. Für Fans der Band ist es eine gelungene Erweiterung des Katalogs, für Neueinsteiger ein hervorragender Einblick in die kreative und unkonventionelle Welt von The Urban Voodoo Machine.
21.06.26
Joe Bonamassa - The Spirit Of Rory - Live From Cork
Mit Spirit Of Rory erfüllt sich Joe Bonamassa einen lang gehegten Herzenswunsch: die Musik seines großen Vorbilds Rory Gallagher in dessen Heimatland auf die Bühne zu bringen. Er nähert sich den Songs mit großem Respekt, ohne dabei seine eigene musikalische Persönlichkeit zu verleugnen.
Die Auswahl der Stücke deckt verschiedene Schaffensphasen Gallaghers ab und zeigt dessen enorme stilistische Bandbreite zwischen Blues, Rock und irischem Folk-Einfluss.
Bemerkenswert ist, dass Bonamassa hier nicht versucht, Gallagher eins zu eins nachzuahmen. Stattdessen interpretiert er die Songs aus seiner eigenen Perspektive. Dadurch entsteht eine gelungene Balance zwischen Hommage und eigenständiger Darbietung.
Spirit Of Rory ist ein starkes Live-Album, das die zeitlose Qualität von Rory Gallaghers Songs eindrucksvoll unterstreicht. Für Bonamassa-Fans bietet es einige der leidenschaftlichsten Darbietungen seiner jüngeren Karriere, während Gallagher-Anhänger eine respektvolle und musikalisch hochwertige Würdigung eines außergewöhnlichen Künstlers erhalten.
Fazit: Eine gelungene Verneigung vor Rory Gallagher.
20.06.26
Jungle Jim Smith -Return to Electric Boogieland
Jungle Jim Smith ist ein australischer One-Man-Band-Künstler, der Blues, Boogie, Rockabilly und Swamp-Rock zu einem energiegeladenen Sound verbindet. Mit Gitarren, Fußpercussion und einer rauen Stimme erzeugt er live wie im Studio den Eindruck einer kompletten Band.
Mit Return To Electric Boogieland präsentiert Smith eine Sammlung von Songs, die ganz auf Rhythmus, Groove und Spielfreude setzen. Das Album lebt von treibenden Boogie-Beats, kernigen Gitarrenriffs und einer ungeschliffenen Produktion, die den Charakter der Musik unterstreicht. Electric Boogieland ist ein Album für Hörer:innen, die erdigen Blues-Rock und tanzbaren Boogie mögen. Wer handgemachte Roots-Musik mit viel Herzblut schätzt, findet hier ein kurzweiliges und unterhaltsames Album.
19.06.26
Thorbjörn Risager & The Black Tornado - Live At Hotel Cecil
Die Aufnahme zum Album entstand Ende 2025 bei einem Konzert im ausverkauften Hotel Cecil in Kopenhagen und dokumentiert die Band in ihrer wohl stärksten Form: auf der Bühne.
Die 18 Songs umfassende Doppel LP zeigt eindrucksvoll, warum sich die Dänen in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe der europäischen Blues- und Roots-Rock-Szene entwickelt haben. Die Mischung aus Blues, Soul, Rhythm & Blues und Rock wirkt live noch lebendiger als im Studio.
Die Setlist vereint Material aus verschiedenen Schaffensphasen der Band und bietet damit einen guten Überblick über ihre Entwicklung. Für langjährige Fans ist es eine gelungene Erinnerung an die Live-Stärke der Gruppe, für Neueinsteiger:innen ein idealer Einstieg in die Welt von Thorbjørn Risager & The Black Tornado.
18.06.26
Jared James Nichols - Louder Than Fade
Mit Louder Than Fate präsentiert Jared James Nichols(37) aus Wisconsin ein Album, das seine Stärken als Gitarrist und Songwriter gleichermaßen in den Vordergrund stellt. Er bleibt seinen Bluesrock-Wurzeln treu, erweitert seinen Sound jedoch um eine deutlich härtere und modernere Rocknote.
Die Gitarrenarbeit ist erwartungsgemäß kraftvoll und voller Energie, doch diesmal stehen die Songs stärker im Mittelpunkt als reine Virtuosität. Zwischen schweren Riffs, griffigen Melodien und gefühlvollen Momenten entsteht ein Album, das von Anfang bis Ende geschlossen wirkt.
Louder Than Fate ist ein starkes Rockalbum geworden, das traditionelle Bluesrock-Elemente mit zeitgemäßem Hard Rock verbindet. Fans von ehrlicher, gitarrengetriebener Musik bekommen hier ein abwechslungsreiches Werk, das sowohl durch Spielfreude als auch durch starke Songs überzeugt. Für viele dürfte es zu den besten Veröffentlichungen in Jared James Nichols’ bisheriger Karriere zählen.
17.06.26
JP Soars feat. Anne Harris - Gypsy Blue Revue
JP Soars ist ein US-amerikanischer Gitarrist, Sänger und Songwriter, der sich in der Blues- und Roots-Szene einen Namen gemacht hat. Anne Harris ist eine vielseitige Geigerin, Sängerin und Songwriterin, deren kraftvolles und zugleich sensibles Spiel sie zu einer gefragten Musikerin in den Bereichen Blues, Folk und Americana gemacht hat.
Gypsy Blue Revue lebt von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen JP Soars und Anne Harris. Das Album verbindet Blues mit Folk, Americana und Gypsy-Jazz-Elementen zu einem abwechslungsreichen und lebendigen Klangbild. Besonders das Zusammenspiel von Gitarre und Geige verleiht den Songs Charakter und Dynamik. Die Musik wirkt spontan, authentisch und handgemacht, ohne dabei auf musikalische Raffinesse zu verzichten. Das Ergebnis ist ein facettenreiches Album, das sowohl traditionelle Wurzeln erkennen lässt als auch genügend Eigenständigkeit besitzt, um dauerhaft interessant zu bleiben. Für Freunde von Blues und moderner Roots-Musik ist es eine sehr gelungene Veröffentlichung.
16.06.26
JÄST - Jästified
JÄST sind 4 erfahrene Hardrocker aus dem Rhein-Main Gebiet, nämlich Jessica Conte, Axel Ritt (ehemals Grave Digger), Steve Wussow(Orden Ogan) und Timmi Breideband (Bonfire), die hier mit dem Album Jästified debütieren. Dabei orientieren sie sich hörbar an den großen Rockproduktionen der 80er Jahre, setzen aber auf einen modernen, druckvollen Klang. Im Mittelpunkt stehen eingängige Refrains, starke Melodien und die markante Stimme von Jessica Conte. Wir hören viele vertraute Elemente, die mit frischer Energie präsentiert werden. Motto: Bring Rock back to the Radio! Für die Freund:innen des klassischen Hardrocks ein sehr interessantes Album.
15.05.26
The Band Feel - Live At Delmar Hall
The Band Feel ist eine junge Rockband aus Nashville, die klassischen Bluesrock, Southern Rock und Americana mit frischer Energie verbindet. Besonders durch ihre mitreißenden Live-Auftritte hat sich die Gruppe in den letzten Jahren einen Namen gemacht.
Mit ihrem Livealbum Live at Delmar Hall (in St. Louis) zeigt die Band ihre größte Stärke: Treibende Gitarren, ein eingespieltes Zusammenspiel und viel Dynamik sorgen für echtes Konzertfeeling. Besonderheit: Die Band startet ihre Album Karriere mit diesem Live-Album, denn ein komplettes Studioalbum gibt es noch nicht. Das Album ist ein gelungener Mitschnitt einer Band, die sich hörbar an den großen amerikanischen Rock- und Bluesrock-Traditionen orientiert, dabei aber ihren eigenen modernen Charakter bewahrt. Für Fans von handgemachtem, gitarrenbetontem Rock ist es eine lohnende Entdeckung.
14.06.26
Taj Mahal & The Phantom Blues Band - Time
Taj Mahal (Henry St.Clair-Fredericks Jr) zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Figuren des modernen Blues. Der 1942 geborene Musiker hat sich nie auf klassischen Blues beschränkt, sondern stets Einflüsse aus Folk, Gospel, Reggae, karibischer Musik und afrikanischen Traditionen in seinen Stil integriert. Dadurch entwickelte er einen ganz eigenen, weltoffenen Sound.
Mit seinem neuen Album „Time“ legt Taj Mahal ein Werk vor, das seine musikalische Vielseitigkeit noch einmal eindrucksvoll unterstreicht. Das Album bewegt sich zwischen Blues, Soul, Americana und Roots Music. Viele Stücke vermitteln das Gefühl einer entspannten Live-Session, bei der Spielfreude wichtiger ist als Perfektion.
Time ist kein Album, das Trends hinterherläuft. Vielmehr zeigt es einen erfahrenen Künstler, der auf eine jahrzehntelange Karriere zurückblicken kann und dabei mit 84 immer noch frisch und glaubwürdig klingt. Für Blues- und Roots-Fans ist es eine gelungene Veröffentlichung eines Musikers, der auch im hohen Alter noch viel zu sagen hat.
13.06.26
Rare Breed - Rare Breed
Rare Breed ist ein junges britisches 2024 gegründetes Bluesrock-Trio, das mit seinem selbstbetitelten Debütalbum einen gelungenen Einstand vorlegt. Die Band setzt auf klassischen Bluesrock mit kräftigen Gitarrenriffs, groovender Rhythmusarbeit und einer rauen, ausdrucksstarken Stimme.
Die acht Songs bewegen sich zwischen energiegeladenem Rock und gefühlvolleren Blues-Momenten. Dabei klingt die Musik zwar deutlich von den großen Bluesrock-Bands der 1970er Jahre beeinflusst, wirkt aber keineswegs altbacken. Vielmehr überzeugt das Album durch Spielfreude, eingängige Melodien und eine authentische, handgemachte Produktion.
Rare Breed ist ein starkes Debüt für Freunde von traditionellem Bluesrock und zeigt eine Band, die ihr musikalisches Handwerk bereits erstaunlich souverän beherrscht.
12.06.26
Masheena - Let The Spiders In
Mit Let The Spiders In untermauern Masheena ihren Ruf als eine der interessantesten neuen Hard-Rock-Bands Norwegens. Das Quartett aus Bergen verbindet auf seinem zweiten Album klassischen Hard Rock mit Blues-, Stoner- und Psychedelic-Rock zu einem kraftvollen, zeitlosen Sound. Dabei orientiert sich die Band hörbar an den großen Rockgruppen der 1970er Jahre, ohne in bloße Nostalgie zu verfallen.
Besonders gelungen ist die Art, wie Masheena unterschiedliche Einflüsse miteinander verbindet. Mal erinnern die Songs an klassischen Hard Rock im Stil von Deep Purple oder Free, dann wieder schleichen sich doomige Stoner-Riffs oder psychedelische Klangfarben ein. Let The Spiders In ist kein Album, das mit spektakulären Experimenten oder technischen Höchstleistungen beeindrucken möchte. Seine Stärke liegt vielmehr in hervorragendem Songwriting, starken Melodien und einer spürbaren Leidenschaft für handgemachte Rockmusik. Wer auf erdigen Hard Rock mit Blues- und Stoner-Schlagseite steht, findet hier ein Album, das mit jedem Durchlauf wächst und zu den erfreulichsten Veröffentlichungen des Rockjahres 2026 zählt.
11.06.26
Philip Sayce - Scorched Earth Vol. 2
Philip Sayce wurde 1976 in Wales geboren und zog als Kind mit seiner Familie nach Kanada. Er zählt heute zu den bekanntesten modernen Bluesrock-Gitarristen und ist für seinen kraftvollen, von Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan beeinflussten Stil bekannt.
Mit Scorched Earth: Volume 2 Live in LA / London präsentiert Sayce ein energiegeladenes Livealbum, das seine größten Stärken zeigt: leidenschaftlichen Gesang, ausdrucksstarke Gitarrenarbeit und viel Raum für spontane Improvisationen. Das Album fängt die Atmosphäre seiner Konzerte in LA und London hervorragend ein und unterstreicht, warum er als einer der spannendsten Bluesrock-Musiker seiner Generation gilt.
10.06.26
Keith Dunn & Klaas Wendling - Love To See You Dance
Keith Dunn, Mundharmonika, aus Boston, lebt heute in den Niederlanden. Klaas Wendling ist ein deutscher Kontrabassist und Sänger, bekannt als Mitglied von The Baseballs. Mit Love To See You Dance präsentieren sie ein Bluesalbum, das bewusst auf Einfachheit setzt. Statt einer kompletten Band stehen nur Mundharmonika, Gesang und Kontrabass im Mittelpunkt. Gerade diese reduzierte Besetzung verleiht den Aufnahmen ihren besonderen Charakter. Für Freunde von traditionellem Blues, Swing und handgemachter Musik ist das Album eine sehr gelungene Veröffentlichung, die ihre Stärke aus Können, Gefühl und Spielfreude bezieht.
09.06.26
Daniel Szebenyi - Nap Es A Hold
Daniel Szebenyi ist ein vielseitiger ungarischer Keyboarder, Sänger, Songwriter und Produzent. 2025 vertrat er Ungarn beim European Blues Challenge, uns fiel er auf beim Baltic Blues in Eutin.
„Nap és a Hold“ (Sonne und Mond) ist ein abwechslungsreiches und reifes Debütalbum. Die Songs bewegen sich zwischen nachdenklichen Balladen, bluesigen Momenten und kraftvollen Rockpassagen. Ein Album, das auch nach mehreren Durchläufen interessant bleibt. Ein gelungenes Debüt, das vor allem Fans von anspruchsvollem Blues, Rock und modernen Singer-Songwriter-Klängen ansprechen dürfte. .
08.06.26
Dreams in Fragments - Shadows From Afar
Die Schweizer Band Dreams in Fragments wurde 2017 gegründet und verbindet melodischen Metal mit symphonischen und atmosphärischen Elementen.
Auf ihrem neuen Album Shadows From Afar zeigt sich Dreams in Fragments musikalisch reifer und vielseitiger als zuvor. Die Band verbindet kraftvolle Metal-Riffs mit stimmungsvollen Orchesterarrangements und schafft dabei eine dichte, oft melancholische Atmosphäre. Die Songs wirken durchdacht und abwechslungsreich, ohne den Blick für eingängige Refrains zu verlieren. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel aus Härte und Melodie. Shadows From Afar ist ein starkes Symphonic-Metal-Album, das sowohl langjährige Fans als auch neue Hörer.innen ansprechen dürfte. Die Band bestätigt damit ihren Ruf als eine der interessanten jüngeren Metal-Formationen aus der Schweiz.
07.06.26
Ryan McGarvey - Up From The Ashes
Mit Up From The Ashes feiert Ryan McGarvey eine beeindruckende Rückkehr. Nach mehreren gesundheitlich schwierigen Jahren präsentiert der US-Gitarrist ein Album, das von Energie, Leidenschaft und Spielfreude geprägt ist. Dabei setzt er auf die Mischung aus Blues, Rock und kraftvollen Gitarrensoli, die ihn seit Jahren auszeichnet.
Die Songs wirken abwechslungsreich und authentisch. Harte Riffs und dynamische Rocknummern wechseln sich mit gefühlvolleren Momenten ab, ohne dass das Album seinen roten Faden verliert. McGarveys Gitarrenspiel steht dabei stets im Mittelpunkt: technisch stark, aber immer im Dienst der Songs und ihrer Stimmung.
Up From The Ashes ist ein überzeugendes Comeback-Album, das sowohl langjährige Fans als auch Freunde gitarrenbetonter Rockmusik ansprechen dürfte. Ryan McGarvey beweist, dass er nichts von seiner Klasse verloren hat und weiterhin zu den interessantesten Bluesrock-Gitarristen seiner Generation zählt.
06.06.26
Björn Berge - Morphine
Bjørn Berge gehört zu den bekanntesten Bluesmusikern Norwegens. Sein Markenzeichen ist ein kraftvolles, oft überraschend druckvolles Gitarrenspiel auf der 12-saitigen Akustikgitarre, mit dem er seit vielen Jahren Blues, Rock und Americana verbindet.
Mit seinem neuen Album Morphine widmet er sich den Songs der US-Band Morphine um den verstorbenen Mark Sandman. Dabei kopiert er die Originale nicht, sondern interpretiert sie auf seine eigene Weise. Die Stücke wirken rau, atmosphärisch und gitarrenbetont, während Berge den charakteristischen, dunklen Grundton der Vorlagen beibehält.
Morphine ist ein ungewöhnliches Tribute-Album, das durch seine Eigenständigkeit überzeugt. Bjørn Berge überträgt die Songs erfolgreich in seine Blues-Rock-Welt und schafft es, den bekannten Kompositionen neue Facetten zu verleihen. Das Album klingt zugleich vertraut und frisch und zeigt einmal mehr die Klasse des norwegischen Gitarristen.
05.06.26
Mike Zito - Outside Or The Eastside
Mike Zito gehört seit vielen Jahren zu den festen Größen des modernen Bluesrock. Der Gitarrist und Sänger verbindet traditionellen Blues mit Southern Rock und einer sehr persönlichen Handschrift.
Sein 2026 erschienenes Album Outside Or The Eastside ist stark von seiner Heimatstadt St. Louis geprägt. Die Songs erzählen von Erinnerungen, Erfahrungen und dem Leben auf den Straßen der Stadt. Musikalisch bietet das Album eine gelungene Mischung aus kraftvollem Bluesrock, gefühlvollen Balladen und gewohnt erstklassiger Gitarrenarbeit. Ein reifes und authentisches Werk, das die Stärken Zitos eindrucksvoll zur Geltung bringt.